Ratgeber · Rechnungen in der Schweiz

Die QR-Rechnung, ohne Kopfzerbrechen

In der Schweiz wird eine Rechnung fast immer über ihre QR-Rechnung bezahlt: den Zahlteil unten auf der Seite, mit dem QR-Code, den deine Kundschaft in der Banking-App scannt. Sie hat die alten Einzahlungsscheine abgelöst. Sie setzt ein Konto in der Schweiz oder in Liechtenstein voraus (IBAN CH oder LI); in Deutschland überweist man per SEPA, und der QR-Code auf einer Rechnung ist dort der GiroCode (EPC-QR). Hier steht, was sie enthalten muss, damit sie angenommen wird, welche zwei Fallen am häufigsten sind und wie du sie verschickst, ohne deinen Abend dafür zu opfern.

Aktualisiert am 29. September 2026 · 5 Min. Lesezeit

Was eine QR-Rechnung ist

Du brauchst sofort eine QR-Rechnung? Unser kostenloser QR-Rechnungs-Generator erstellt sie als PDF direkt in deinem Browser, ohne Anmeldung: Es wird nichts an unsere Server geschickt.

Eine QR-Rechnung ist eine normale Rechnung, deren unterer Teil ein normierter Zahlteil ist: links der Empfangsschein, rechts der Zahlteil und dazwischen ein Swiss QR Code mit allen Angaben der Überweisung. Deine Kundin scannt ihn mit der App ihrer Bank, prüft den Betrag und bestätigt. Keine IBAN abtippen, keine Referenz eingeben, keine Tippfehler.

Der QR-Code enthält das Konto des Zahlungsempfängers (deins), deinen Namen und deine Adresse, Betrag und Währung, eine Zahlungsreferenz und auf Wunsch eine Mitteilung. Die Bank deiner Kundschaft liest diese Daten unverändert: Ist ein Feld nicht korrekt, kann die Zahlung abgelehnt werden.

QR-IBAN oder IBAN: Das Konto bestimmt die Referenz

Erste Falle: Die Art der Referenz wählst du nicht, sie ergibt sich aus dem Konto, auf das du dich bezahlen lässt.

Wer beides mischt, zum Beispiel eine QRR auf einer normalen IBAN, erzeugt eine ungültige QR-Rechnung. Ein gutes Werkzeug leitet die Referenz vom Konto ab und lässt dich gar nicht erst falsch wählen.

Strukturierte Adresse, Pflicht seit dem 21. November 2025

Zweite Falle: Seit dem 21.11.2025 muss die Adresse des Zahlungsempfängers strukturiert sein. Straße, Hausnummer, PLZ und Ort sind getrennte Felder im QR-Code; „kombinierte“ Adressen in zwei freien Zeilen werden nicht mehr angenommen.

Konkret wird aus „Seestrasse 12, 8002 Zürich“: Straße = Seestrasse, Nummer = 12, PLZ = 8002, Ort = Zürich. Eine QR-Rechnung mit einer ungefähren Adresse kann von der Bank deiner Kundschaft abgelehnt werden, und das ist schlimmer als gar keine QR-Rechnung.

Was auf der Rechnung selbst stehen muss

Über dem Zahlteil bleibt die Rechnung eine Rechnung: dein Name und deine Adresse, die der Kundschaft, Datum, Betreff, Betrag und Zahlungsziel. Bei der Schweizer MWST gibt es zwei Fälle: Bist du nicht steuerpflichtig, steht das auf der Rechnung; bist du eingetragen, stehen der Satz (8,1 % Normalsatz) und deine MWST-Nummer darauf.

Ob und ab wann du dich für die MWST anmelden musst, liegt in deiner Verantwortung. Die Seite Your obligations (auf Englisch) fasst die Schwellen zusammen; für deinen konkreten Fall bleibt die Steuerberatung die richtige Adresse. In Deutschland gelten andere Regeln (Umsatzsteuer, Pflichtangaben nach § 14 UStG, Kleinunternehmerregelung).

So macht es MyAiCompany

In deiner Firma lebt die Rechnungsstellung im Rathaus. Du erfasst eine Kundin oder einen Kunden (kostenlos) und klickst auf der Zeile auf „Invoice“ (die Oberfläche ist auf Englisch). Du gibst den Betrag in CHF ein, den Betreff, die MWST (nicht steuerpflichtig, mit automatisch eingefügtem Vermerk, oder 8,1 %), das Zahlungsziel (10, 30 oder 60 Tage) und die Zahlungsart. Die Plattform selbst ist auf Englisch und Französisch; deine Rechnungen richten sich an deine Kundschaft.

Was du brauchstPreis
Eine Rechnung verschicken8 maic (CHF 0,08)
Die Kasse: deine Schweizer QR-Rechnung, mit deiner IBAN400 maic, einmalig
Die Bank: Zahlungen per TWINT oder Karte1000 maic, einmalig — 5 % auf die Zahlung

Die Rechnung ist eine A4-Seite als PDF: oben die Rechnung, unten der normierte Zahlteil. Die Referenz (QRR oder SCOR) ergibt sich aus deinem Konto, nie aus einer Einstellung, und deine Adresse wird in strukturierte Felder aufgeteilt. Geht das nicht eindeutig, wird keine ungefähre QR-Rechnung angehängt: Die E-Mail geht ohne sie raus, und der Bericht sagt es dir, damit du die Adresse deiner Kasse korrigierst.

Drei Zahlungsarten stehen zur Wahl: ein TWINT- oder Kartenlink plus QR-Rechnung, nur die QR-Rechnung oder nur der Link. Die Rechnung geht per Mail an deine Kundschaft und wird im Rathaus unter „Invoices“ mit ihrem Status abgelegt. In jedem Fall kommt das Geld auf dein Konto: Es läuft nie über die Plattform.

Die Anleitung für die ersten Schritte zeigt diesen Handgriff im Detail. Und wenn du online verkaufst, landen die Bestellungen deines Onlineshops im selben Rathaus.

Häufige Fragen

Brauche ich eine QR-IBAN für eine QR-Rechnung?

Nein. Mit einer normalen IBAN verwendet die QR-Rechnung eine Creditor Reference (SCOR, „RF…“) oder keine Referenz. Die QR-IBAN verlangt dagegen die QR-Referenz (QRR) mit 27 Ziffern.

Muss meine Adresse strukturiert sein?

Ja, seit dem 21. November 2025: Straße, Hausnummer, PLZ und Ort in getrennten Feldern. Eine kombinierte Adresse wird im Zahlteil nicht mehr angenommen.

Was kostet eine QR-Rechnung bei MyAiCompany?

8 maic pro verschickte Rechnung, also CHF 0,08. Damit deine Rechnungen deine QR-Rechnung tragen, kostet die Kasse einmalig 400 maic. Das Abo von CHF 20 im Monat schreibt dir jeden Monat 2000 maic gut.

Kann ich die MWST auf meine Rechnungen setzen?

Ja, mit 8,1 %, wenn du deine MWST-Eintragung und deine Nummer angegeben hast. Sonst trägt die Rechnung den Vermerk „nicht steuerpflichtig“. Für die Richtigkeit dieser Angabe bist du verantwortlich.

Läuft das Geld über MyAiCompany?

Nein. Mit der QR-Rechnung überweist deine Kundschaft direkt auf dein Konto. Mit TWINT oder Karte kommt die Zahlung auf dein eigenes Stripe-Konto, abzüglich 5 % Gebühren.

Deine erste QR-Rechnung, diese Woche

Melde dich an, dein Link kommt sofort (auf Englisch). Du erfasst deine erste Kundin, klickst auf „Invoice“, und die Rechnung geht mit ihrer QR-Rechnung raus.

Loslegen — CHF 20/MonatPrototyp ansehen (Englisch), ohne Konto

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